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Gremien auf der TU Wien

Auf einer Universität gibt es verschiedene Kurien, also verschiedene Personengruppen, die für Kommissionsarbeiten wie folgt gegliedert sind:
  • Ordentliche Professor_innen, bzw. Universitätsprofessor_innen
  • Mittelbau
  • Studierende
  • Allgemeines Personal
Alle ordentlichen Professor_innen haben ein Berufungsverfahren durchlaufen, das heißt, sie wurden bei einer Berufungskommission ausgewählt und sind vom Rektorat eingesetzt worden.
Der Mittelbau umfasst das gesamte wissenschaftliche Personal (außerordentliche Professor_innen, Post-Docs, Doktorand_innen, Studienassistent_innen, Tutor_innen, ...).
Das allgemeine Personal umfasst alle nicht-wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen der TU z.B Mitarbeiter_innen der GUT (Gebäude und Technik) oder des ZID (zentraler Informatikdienst), Bibliotheksangestellte, ... etc.

Senat

Der Senat ist neben dem Rektorat und dem Universitätsrat eines der drei obersten Leitungsorgane der Universität. Der Senat der TU Wien besteht aus 26 Mitgliedern aus allen Personengruppen und wird von einem Vorsitz geleitet. Diese 26 Mitglieder bestehen im Detail aus:
  • 23 Mitglieder der Kurie "Ordentliche Professor_innen"
  • 6 Mitglieder der Kurie "Mittelbau"(UniversitätsdozenteInnen und wissenschaftliches Personal)
  • 6 Mitglieder der Kurie "Studierende"
  • 1 Mitglied der Kurie "Allgemeines Personal"

Der Senat übernimmt kontrollierende, beratende, legislative und strategische Leitungsaufgaben der TU Wien. Die Aufgaben des Senats sind im Universitätsgesetz geregelt und umfassen im Wesentlichen:
  • Erlassung und Änderung der Studienpläne für ordentliche Studien und Universitätslehrgänge
  • Erlassung und Änderung der Satzung
  • Zustimmung zu dem vom Rektorat erstellten Entwurf des Entwicklungsplans
  • Erstellung eines Dreiervorschlages an den Universitätsrat für die Wahl der Rektorin oder des Rektors sowie Stellungnahme zu den Vorschlägen der Rektorin oder des Rektors bezüglich der Vizerektorinnen und Vizerektoren
  • Wahl von Mitgliedern des Universitätsrats
  • Einsetzung von Habilitationskommissionen und Berufungskommissionen
  • Festlegung der Kategorien für die Zweckwidmung der Studienbeiträge durch die Studierenden
  • Entsendung von Mitgliedern in den Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen sowie Nominierung von Mitgliedern in die Schiedskommission

Beim Senat liegen die wesentlichsten Entscheidungskompetenzen für Studien- und Prüfungsangelegenheiten.

Neben den regulären Sitzungen des Senats, an denen auch das Rektorat, die Dekan_innen, die Studiendekan_innen, die Vorsitzenden der Studienkommissionen sowie Vertreter_innen der Interessensgruppen (Arbeitskreis für Gleichbehandlung, Betriebsräte, Hochschülerinnen und Hochschülerschaft der TU Wien) teilnehmen, gibt es wöchentliche Treffen des Vorsitzendenteams mit Sprecher_innen der Personengruppen und Vertreter_innen der Interessensgruppen.

Rektorat

Dem Rektorat obliegt die operative Leitung der TU Wien. Das Rektorat besteht aus 5 Personen:
  • Rektor_in
  • Vizerektor_in für Forschung und Innovation
  • Vizerektor_in für Studium und Lehre
  • Vizerektor_in für Infrastruktur
  • Vizerektor_in für Personal und Gender

Universitätsrat

Der Universitätsrat ist der Eigentümervertreter. Er entspricht in etwa dem Aufsichtsrat in einer Aktiengesellschaft.

Berufungskommission

Wenn eine Fakultät eine ordentliche Professur bekommt wird diese in Form einer Stellenausschreibungen ausgeschrieben und im Mittelungsblatt der TU bekanntgegeben. Das Rektorat ist für die Ausschreibung dieser Stelle, im Einvernehmen mit dem zuständigen Dekan, im In- und Ausland zuständig. Das heißt, dass all jene, auf die diese Stellenausschreibung zutrifft, sich bewerben können. Bei einer Berufungskommission handelt es sich um eine entscheidungsbevollmächtigte Unterkommission des Senats, die schlussendlich von all den sich beworbenen Kandidaten einen Besetzungvorschlag für das Rektorat ausarbeitet. Diese Berufungskommission hat folgende Parität:
  • 5 Mitglieder der Kurie "Ordentliche Professoren"
  • 2 Mitglieder der Kurie “Mittelbau”, welche zumindest ein facheinschlägiges abgeschlossenes Diplom- oder Magisterstudium nachweisen können.
  • 2 Mitglieder der Kurie “Studierende”, welche in einem facheinschlägigen Studium Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindesten 120 ECTS Punkten positiv absolviert haben.
Facheinschlägig in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Ausbildung viele Inhalte mit der ausgeschriebenen Stelle teilt.
Im Detail hat die Berufungskommission zu überprüfen, ob die vorliegenden Bewerbungen die Ausschreibungskriterien erfüllen und jene Bewerbungen, die die Ausschreibungskriterien offensichtlich nicht erfüllen, auszuscheiden. Die übrigen Bewerbungen sind externen Gutachter_innen zu übermitteln, welche die Eignung für die ausgeschriebene Professur zu beurteilen haben.
Die Berufungskommission erstellt unter Beachtung der vorliegenden Unterlagen und Gutachten eine Liste von geeigneten Kandidat_innen, denen die Gelegenheit zu geben ist, sich in angemessener Weise der zuständigen Fakultät (Fakultäten) zu präsentieren. Dies ist ein sogenannter Berufungsvortrag, bzw. ein Hearing.
Die Berufungskommission erstellt auf Grund der vorliegenden Bewerbungsunterlagen, Gutachten sowie der Berufungsvorträge und Hearings einen begründeten und gereihten Besetzungsvorschlag, der drei für die Besetzung der ausgeschriebenen Stelle am besten geeignete Kandidat_innen zu enthalten hat. Ein Besetzungsvorschlag mit weniger als drei Kandidatinnen und Kandidaten ist besonders zu begründen. Diese Reihung wird nun dem zuständigen Dekan und abschließend dem Rektorat übermittelt.
Der/Die Rektor_in trifft die Auswahlentscheidung aus den von der Berufungskommission vorgeschlagenen Kandidat_innen, führt unter Einbeziehung des zuständigen Dekans die Berufungsverhandlung und schließt im Falle einer Einigung mit dem/der ausgewählte/n Kandidat_in den Arbeitsvertrag ab.

Die Studienkommission

Die Studienkommission (STUKO) ist eine Unterkommission des Senats und vermutlich das Kollegialorgan, von dem du als Studierende_r am meisten betroffen bist. Die STUKO ist die einzige Kommission, die drittelparitätisch aufgebaut ist. Das heißt, dass Professor_innen, Assistent_innen und Dozent_innen (Mittelbau) und Studierende gleichermaßen in der STUKO stimmberechtigt sind. Sie hat 6, 9 oder 12 Mitglieder, also führen, je nach Größe der Studienkommission, 2-4 Vertreter_innen jeder Personengruppe ein Mandat.
Wie der Name schon vermuten lässt, werden in der Studienkommission studienrelevante Themen behandelt.

Auch der Studienplan wird in der STUKO behandelt, erstellt und beschlossen und ist für dich von besonderer Bedeutung. Die Rahmenbedingungen für Studienpläne sind in Musterstudienplänen festgehalten, die im Rahmen offener Arbeitsgruppen regelmäßig überarbeitet und an gesetzliche Anforderungen angepasst werden. Der Studienplan regelt dein gesamtes Studium. Er umfasst neben der Studieneingangs- und Orientierungsphase (StEOP) alle für den Abschluss des jeweiligen Studiums notwendige Lehrveranstaltungen. Von der Studienkommission werden auch alle Pflichtlehrveranstaltungen im Studienplan mit ECTS versehen, Wahlfachkataloge erstellt und spezielle Zulassungsbedingungen für das Studium beschlossen. Eine typische Zulassungsbedingung ist beispielsweise, dass man ein bestimmtes facheinschlägiges Bachelorstudium absolviert haben muss, um ohne Weiteres zu einem Masterstudium zugelassen zu werden.

Ein Studienplan ist ein Gesetz im Verordnungsrang und regelt ein gewisses Studium. Damit ein Studienplan in Kraft tritt, muss er nach Beschluss der STUKO noch im Senat beschlossen werden und im Mitteilungsblatt der TU veröffentlicht werden. Das Mitteilungsblatt findest du im "Organisation"-Teil des TISS.

Habilitationskommission

Habilitation ist das Verfahren zur Erlangung der Lehrbefugnis, mit welcher das Recht verbunden ist, die wissenschaftliche (oder künstlerische) Lehre an der Universität, welche die Lehrbefugnis verliehen hat, frei auszuüben sowie wissenschaftliche Arbeiten zu betreuen und zu beurteilen. Eine Habilitation wird auf ein wissenschaftliches (oder künstlerisches Fach erteilt, welches in den Wirkungsbereich der Universität fällt (z.B.: Person X wird für das Fach "Biomedizinische Technik" habilitiert). Voraussetzung für die Erteilung der Lehrbefugnis ist der Nachweis von:
1. einer wissenschaftliche (oder künstliche) Qualifikation 2. der mehrmaligen Lehrtätigkeit an einer anerkannten in- oder ausländischen Universität, sowie 3. der didaktischen Fähigkeiten.
Die Habilitationskommission (Habil) ist eine entscheidungsbevollmächtigte Unterkommission des Senats. Sie hat folgende Parität:
  • 5 Mitglieder der Kurie "Ordentliche Professoren"
  • 2 Mitglieder der Kurie “Mittelbau”, welche zumindest ein facheinschlägiges abgeschlossenes Diplom- oder Magisterstudium nachweisen können.
  • 2 Mitglieder der Kurie “Studierende”, welche in einem facheinschlägigen Studium Lehrveranstaltungen im Ausmaß von mindesten 120 ECTS Punkten positiv absolviert haben.
Facheinschlägig in diesem Zusammenhang bedeutet: die Ausbildung teilt viele Inhalte mit dem Fach, für welches die Person habilitiert wird.
Die Habilitationskommission st verpflichtet sich von externen und neutralen Gutachter_innen, Gutachten über die zu habilitierende Person einzuholen, welche vor allem die wissenschaftlichen Qualifikationen zu behandeln haben. Die zu habilitierende Person hat Einsicht in diese Gutachten und die Möglichkeit eine Stellungnahme zu diesen zu verfassen.
Zur Überprüfung der didaktischen Fähigkeiten sind ebenfalls Gutachten einzuholen. Diese beinhalten die bisherige oder im Rahmen des Verfahrens ausreichend erbrachte Lehr- und Vortragstätigkeit. Eines dieser Gutachten ist aus dem Kreis der Studierenden einzuholen. Außerdem kann im Zuge dessen die zu habilitierende Person Ergebnisse von Lehrveranstaltungsevaluationen vorlegen.
Nach Einholung der Gutachten und Stellungnahmen ist eine öffentlich zugängliche Verteidigung der Habilitationsschrift abzuhalten.
Aufgrund der vorher erwähnten Gutachten, sowie der Verteidigung der zu habilitierenden Person hat die Habilitationskommission zu entscheiden, ob diese Person eine Lehrbefugnis erhält. Wenn sich die Habilitationskommission positiv entscheidet hat sie dieser Entscheidung dem Dekanat der zuständigen Fakultät mitzuteilen, welche diesen an das Rektorat weiterleitet. Nach einem positiv abgeschlossenem Habilitationsverfahren hat die habilitierte Person das Recht den Titel "Privatdozent", bzw. "Privatdozentin" zu führen.
Man kann sich in diesem Fall auch die Frage stellen, warum manchmal nicht habilitierte Personen Lehrveranstaltungen abhalten, oder Übungen leiten. Dies liegt daran, dass das studienrechtliche Organ ( der Studiendekan/die Studiendekanin) das Recht hat eine Person mit der Abhaltung einer Lehrveranstaltung zu bevollmächtigen. Diese bevollmächtigten Personen können dann diese Lehrveranstaltung abhalten und auch Zeugnisse für diese ausstellen.
Topic revision: r21 - 03 Mar 2017, SarahHaupt
 
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