Auslandserfahrungen

Möglichkeiten ins Ausland zu gehen gibt es viele. Wir möchten hier versuchen euch einen groben Überblick zu geben und euch Erfahrung mitzugeben damit euere Auslandserfahrung ohne Probleme abläuft.

Was ist möglich?

Du kannst ein Auslandssemester in Europa (Erasmus+) oder aber auch weltweit machen (Joint Study).

Im Bachelor bietet sich ein Auslandssemester im 5. oder 6. Semester an. Rechnet allerdings damit 1-2 zusätzliche Semester zum Abschluss des Bachelors zu brauchen – es kam schon öfter vor, das es Probleme beim Anrechnen der abgeschlossenen Kurse gab.

Zudem wurde vermehrt Studierenden davon abgeraten ein Auslandssemester zu machen aufgrund eines zu „schlechten“ Notendurchschnittes. Notendurchschnitt ist eine der Kriterien, nach denen die Bewerber gereiht werden – ab kein Ausschlusskriterium.

Joint Study Programme richten sich meist eher an Master-Studierende und benötigen oft auch ein Empfehlungsschreiben (z.B. vom Bachelorarbeitsbetreuer oder einer:m Lehrenden). Mehr dazu findet ihr auf der Website der TU zu den derzeit möglichen Joint Study Partnern.

Im Rahmen von Erasmus und den vielen verschiedenen weiteren Mobilitätsprogrammen kannst du auch eine wissenschaftliche Arbeit, bzw. deine Bachelor- oder Diplomarbeit bzw. Dissertation an einer ausländischen Universität verfassen.

Erasmus Praktika fördert Praktika in Unternehmen oder Forschungseinrichtungen im EWR Raum und der Türkei.

Das Athens Programm bietet einwöche Intensivprogramme in Europa an. 

Bei IAESTE findest du weltweite Auslandspraktika.

Die BEST (Board of European Students of Technology) bietet speziell für technische Studierende aus Europa mehrtätige (i.d.R. ca. 11 Tage) Auslandskurse in einem anderen europäischen Land an. Die Kurse selbst sind extrem günstig für das, was man bekommt (z.B. € 50,- für den gesamten Aufenthalt inklusive Unterkunft und Verpflegung)!

Das ESN Buddynetwork der TU Wien betreut Studierende, die auf die TU Wien kommen, um ein Auslandssemester zu absolvieren.

Erasmus+

Das wichtigste Programm, welches für Aufenthalte innerhalb von Europa zuständig ist, heißt Erasmus+. Für detaillierte Informationen wende dich bitte an das International Office.

Wie läuft das ab? Alle Schritte sind in einer Checkliste dokumentiert. Trotzdem hier eine Zusammenfassung des Wichtigsten.

Nominierung durch TU-Koordinator

  1. Aus der Liste der Partneruniversitäten die Wunschuniversität auswählen. Die Zuschusshöhen unterscheiden sich je nach Land.
  2. (Optional bei Fragen:) Informiere dich bei den zuständigen Koordinatoren über alle Infos der Wunschuniversitäten.
  3. Folge dem Prozess im TISS unter Mobility Services.
  4. Der Koordinator für die Partneruniversität evaluiert alle Bewerbungsunterlagen und nominiert dich wenn du geeignet bist. Dein Notendurchschnitt, der Studienfortschritt als auch die Anzahl der weiteren Bewerber sind ausschlaggebend für diese Entscheidung. Du kannst auch den Koordinator treffen und erklären, warum du dich für die Universität entschlossen hast und damit deine Auswahl evtl. beeinflussen.
  5. Du erhältst eine E-Mail-Bestätigung über die Nominierung.

Du erhältst eine E-Mail der Partnerunversität mit Links für die nachfolgende Aktivitäten:

  1. Formale Bewerbung bei der Partneruniversität. Diese wird in den meisten Fällen akzeptiert, da du vom Koordinator nominiert wurdest. Achtung: Bewerbungsfrist einhalten!
  2. Falls Sprachkurse angeboten werden solltest du dich zu diesen anmelden.
  3. Recherchiere rechtzeitig welche Lehrveranstaltungen verfügbar sind und vergleiche sie mit deinem Studienplan.

Vorausanrechnung der Lehrveranstaltungen

  1. Fülle das Learning Agreement Formular aus – es gilt als Vorausanrechnung. Offiziell bekommst du alles auf jeden Fall angerechnet, was du auf der Vorausanrechnung abgezeichnet wurde.
  2. Gehe mit dem Formular in die Sprechstunde des Vizedekans für Wirtschaftsinformatik und lasse dir deine Vorausanrechnung unterschreiben. Eventuell benötigst du gute Argumente um Lehrveranstaltungen angerechnet zu bekommen. Es empfiehlt sich jegliche Informationen über die Lehrveranstaltungen der Partneruniversität auszudrucken und mitzubringen. Generell gibt es kein allgemeines Regelwerk für Anrechnungen.

Wie man zu seinem Geld kommt

  1. Im Rahmen des Prozesses erhältst du ein Email vom OeAD, Erasmus Referat Wien. Diese Organisation ist u.a. für das Überweisen des Erasmus-Stipendiums zuständig. Zuschusshöhen sind je nach Zielland geregelt und bestimmen wie viel Geld du bekommst.
  2. Vervollständige deine persönlichen Daten auf der OeAD Website.
  3. Unterzeichne den Vertrag und sende ihn rechtzeitig eingeschrieben an den OeAD oder bringe ihn persönlich vorbei.
  4. Du bekommst üblicherweise ca. 60% des Stipendiums im Voraus, den Rest einige Monate nach Rückkehr wenn der Prozess abgeschlossen ist.

Erfahrungen gesammelt?

Aus den Erfahrungen anderer lässt sich lernen! Du hast einen besonders tollen Kurs an einer anderen Universität während deinem Auslandssemester entdeckt? Deine Betreuung bei deiner Wissenschaftlichen Arbeit war exzellent und du würdest sie nachfolgenden Semestern gerne weiterempfehlen?

Jegliches aktuelle Wissen um Auslandsaufenthalte ist im Studium wirklich Gold wert und wir freuen uns sehr, wenn ihr uns an unsere Mail oder im Forum eure Erfahrungsberichte zukommen lasst.

… und wenn alle Stricke reißen …

Wir wünschen es niemandem – aber manchmal gehen Pläne einfach nicht auf. Man wurde doch nicht aufgenommen, die bestimmten Kurse nicht anerkannt oder das System der anderen Universität war einfach nicht deins?

Besonders wenn Dinge aus verschiedensten Gründen schief gehen brauchen wir eure Erfahrungsberichte – selbst wenn ihr Wien dann doch nicht verlassen habt ist das Warum? für eure Vertretung wichtig.

In diesen Fällen sendet eure Erfahrungen bitte via Mail an uns und an das International Office der HTU – denn manchmal ergeben sich Muster…