q/Talk, 31.3.: "Die Glaubwürdigkeitsfalle - zu faul zur Wahl"

28 Mar 2009 by Main.RupertHampl in Freizeit

Am 31.3. veranstaltet der Verein quintessenz wieder eine Diskussion zu ÖH Wahl und Wahlsystem mit gut besetztem Podium: Sigrid Maurer (GRAS), Samir Al-Mobayyed (AG) und Peter Purgathofer (TU Wien).

q/talk, Di, 31. März: Die Glaubwürdigkeitsfalle - zu faul zur Wahl
Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit.

Datum/Zeit: Di 31. März 2009, 20.00 (Einlass ab 19.00).
Ort: Raum D / quartier21, QDK / Electric Avenue, MQ Wien.
http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/ ca. -> Nr. 55

Dazu diskutieren moderiert von Mag. Georg Markus Kainz:
  • Prof. Dr. Purgathofer, Technische Universität Wien
  • Sigrid Maurer, Grüne Alternative StudentInnen
  • Samir Al-Mobayyed, Aktionsgemeinschaft
  • Michael Gissing, HTU Graz

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q/talk, Di, 31. März: Die Glaubwürdigkeitsfalle - zu faul zur Wahl
Heiße Studenten-Parties machen schlappe Wähler wieder fit.
http://www.quintessenz.at/d/000100005943

Österreichische Parteien sind in der Glaubwürdigkeitsfalle. Eine geringe Wahlbeteiligung gilt als generelles Misstrauensvotum, als Kritik am System und nicht an einer einzelnen Partei. Die Regierenden leben aber von der Fiktion vom Wahlvolk beauftragt worden zu sein, das Volk vertreten zu dürfen und Entscheidungen für und über das Volk zu treffen.

Nun stellt sich die Frage wie weit darf die Wahlbeteiligung und die Anzahl gültiger Stimmen sinken um noch im Sinne des Systems legitimiert zu sein? Findige Geschäftemacher versuchen jetzt eine neue Technik zu verkaufen, die zwar die Kosten der Wahl in die Höhe schnellen lassen, dafür aber den Aufwand der Stimmabgabe auf ein Minimum reduziert. Die Stimme kann quasi so nebenbei auf einer heißen Studentenparty abgegeben werden. Der Wähler muss nicht mehr extra in ein Wahllokal kommen, wo er in einer nüchternen Atmosphäre seine Wahlentscheidung treffen kann.

Obwohl sich alle einig sind, dass nur mit Zufriedenheit in die Arbeit der Politik die Wahlbeteiligung nachhaltig gestärkt werden kann, versuchen die Profiteure und Verfechter des eVoting die Mahner lächerlich und mundtot zu machen. Wenn Professoren der Technischen Universitäten warnen, so sind sie deshalb nicht gleich Technologie Verweigerer.

Gemeinsam mit Vertretern der Wissenschaft aber auch mit den direkt betroffenen Spitzenkandidaten der ÖH-Wahl versucht Mag. Georg Markus Kainz beim nächsten qTalk der Frage nachzugehen, welche Risiken aber auch welche Chancen im eVoting für die Demokratie zu sehen sind.

Hintergrundlektüre:

25.03.09: e-voting Info-Event auf www.facebook.com
http://www.facebook.com/n/?event.php&eid=59116169169

Kurier, 15.03.09: Kritik an E-Voting lässt Hahn kalt
http://www.kurier.at/nachrichten/302848.php

ORF.at, 08.01.09: Verfassungsrechtliche Zweifel an E-Voting
http://futurezone.orf.at/stories/1501538/

ORF.at 18.12.08, Prof Purgathofer "Vertrauen in Technologie nicht gerechtfertigt"
http://futurezone.orf.at/stories/1500857/

Die Presse, 17.12.08,: ÖH sieht Ende der geheimen Wahl: Kommission tritt zurück
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/438329/index.do?

Die Presse, 29.01.09: Vorwurf: ÖH zahlt Hacker für elektronische Wahl
http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/oehwahl/447794/index.do?

Der letzte qTalk zum Nachhören auf Radio Netwatcher:

Radio Netwatcher, 06.03.09: q/talk, Di, 24.2., 20.00: Kann eVoting die Wahlzelle ersetzen?
http://sendungsarchiv.o94.at/get.php/094pr3200

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Topic revision: r3 - 30 Mar 2009, rupdPHYSIKFHTUFAT
 
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